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Manuel / 03.03.20 / 17:39

Daimler: Strategen verpatzten Jahrhundert-Deal mit Tesla

Während der Daimler-Konzern (WKN: 710000) in kriselnde Unternehmen wie Aston Martin investiert, zeigt die Geschichte, dass es auch anders gegangen wäre.

Daimler-Strategen entschlossen sich 2010 zu einem 10-Prozent-Investment in den aufstrebenden US-Elektroautobauer Tesla, damals bereits unter der Führung von Elon Musk. 2014 schien es, als hätte Daimler den Glauben an Tesla verloren, denn die Schwaben verkauften ihre Anteile.

Klar ist: Eine 10-Prozent-Beteiligung an Tesla – die sich durch Kapitalmaßnahmen und anderweitige Finanzierungsinstrumente im Laufe der Jahre selbstverständlich verringert hätte – wäre 2020 theoretisch etwa so viel Wert wie ein Drittel des Daimler-Konzerns. Mit einem Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt hätte sich Daimler eine goldene Nase verdient und locker einen Teil des benötigten Investitionsbedarfs für die Elektromobilität quasi für "lau" hereingeholt.

Aston Martin statt Tesla 

Der Daimler-Konzern ist nicht mehr an Tesla, dafür beispielsweise am kriselnden Kultkonzern Aston Martin via seiner Mercedes-Benz AG mit 4,2 Prozent beteiligt. Zu allem Überfluss läuft es bei Aston Martin aufgrund einer Absatzflaute im europäischen Luxussportwagen-Segment schlecht (wir berichteten) und Daimler muss hier heftige Buchverluste mit seiner Position wegstecken.

Tesla überstrahlt an der Börse derzeit alles...

...vor allem den sinkenden Stern, dessen Börennotiz neue mehrjährige Tiefs ins Visier nimmt. Der smarte Tesla-CEO nahm Daimler den Ausstieg nicht übel. Heute könnten die Widersprüche zwischen beiden Weltkonzernen größer nicht sein, wobei das Daimler-Investment in Tesla sogar mit einer strategischen Zusammenarbeit bei Elektroantrieben verbunden war.

Für mich bleibt Mercedes-Benz – wenngleich der stilvollste auf dem Automarkt – ein sinkender Stern, was ich schon seit Ewigkeiten betone und nun wird das an der Aktienkursentwicklung visibel. Elon Musk wirbelt eine Branche durcheinander, die das mal nötig hat. Und was ist schöner, als wenn – wie Fiat Chrysler im Falle von Tesla (wir berichteten) – die Konkurrenz dafür zahlt...

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Kommentare
Gerd / 04.03.20 / 9:09 Uhr Nachher ist man immer schlauer. Als Ingenieur sehe ich in der Wasserstofftechnik zukünftig das größere Potential. Während die Akkutechnik im Kurz- und Regionalbereich vorteilhaft ist kann Wasserstoff zusätzlich auch den Langstreckenbereich bedienen.
steve2007 / 04.03.20 / 21:22 Uhr Tesla brechen die Autoverkaeufe weg. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2020-03/49011956-tesla-neuzulassungen-in-europa-brechen-offenbar-ein-104.htm Na und mit verkaufen von Autos verdient Tesla kein Geld. Ihr Geschäftsmodell ist der Verkauf von Aktien im letzten Jahr durch Ausgabe neuer Aktien 5 Mrd Einnahme. Weniger verkaufte Autos kein Problem heist weniger Verlust von dieser Seite