Auden stürzt ins Bodenlose – die nächste Volltreffer-Warnung!

von (as)  /   25. Juli 2017, 16:09  /   unter Aktien, Top-Stories  /   Keine Kommentare

Die Aktie der Auden AG (WKN: A16144) wird heute zum Pennystock. Die Startup-Beteiligungsgesellschaft hat ihre Hauptversammlung verschoben, da sich die Veröffentlichung des testierten Jahresabschlusses weiter verzögert. Die Alarmglocken schrillen aus allen Ecken.

Erstmals bezeichneten wir Auden schon im vergangenen Jahr als „fette Blase“, damals noch zu Kursen von fast 4 Euro. Auch nach dem ersten großen Kursrutsch im laufenden Jahr rieten wir weiter zur Meidung der Auden-Aktie. Unsere Warnungen hätten mal wieder nicht treffender sein können, denn heute werden für einen Anteilsschein teilweise nur noch weniger als 70 Cent bezahlt – fast -90% weniger als noch zum Jahresbeginn.

Fragwürdige Zahlen: Insolvenz vor der Tür?

Weiterhin versucht der Vorstand, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens als nicht negativ zu verkaufen. Im Gegenteil ist in der heutigen Pressemitteilung sogar von „positiver Geschäftsentwicklung in Portfoliogesellschaften“ die Rede. Zudem komme man mit der Fokussierung des Portfolios auf Kernbeteiligungen voran. Zugegeben wurde mittlerweile, dass die Gesellschaft aus seiner Kapitalerhöhung im Dezember 2016 nicht die angekündigten Mittelzuflüsse erhalten hat. Die fehlende Kapitaldeckung soll nun von der Auden Group GmbH übernommen werden. Ob es wirklich so kommt?

Der aggressive und fragwürdige Kapitalmarktauftritt der Gesellschaft sorgte bei uns schon seit langem für viel Skepsis, die sich nun als angebracht zu erweisen scheint. Die Hauptversammlung des Unternehmens wurde auf ein noch unbekanntes Datum nach dem 31. August verschoben. Ein Termin für den Jahresabschluss 2016 gibt es weiterhin nicht. Anfang April hatte Auden noch verlauten lassen, dass man für das abgelaufene Jahr ein positives Konzernergebnis erwarte, während es im laufenden Jahr 2017 schon mindestens 4 Millionen Euro operativer Gewinn sein sollten. Wahrscheinlicher als diese Zahlen dürften aus unserer Sicht jedoch die Insolvenz des Unternehmens und Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft sein.

SD-Warnungen treffsicher

Auch wenn die Auden-Aktie spätestens jetzt zu einem scheinbar attraktiven Spielball für Zocker geworden ist, sollten sich Anleger komplett von dem Wert fernhalten. Unsere Aktien-Warnungen treffen mit Auden einmal mehr ins Schwarze. Erst vorletzte Woche warnten wir vor The Naga Group (WKN: A161NR), deren Aktie im Anschluss mehr als -50% nachgab. Im Februar waren es die Papiere von StartMonday Technology (WKN: A2DF4H), die in der Folgezeit fast -90% an Wert verloren. Auch mit unseren Tipps zu Gewinnmitnahmen bei handelsstarken Aktien liegen wir in der Regel goldrichtig.

Wer hingeggen auf eine echte Gewinneraktie auf der Longseite setzen möchte, schaut sich nach wie vor unseren Biotech-Favoriten Palatin Technologies (ISIN: US6960774031) an. Seit unserer Erstvorstellung liegen SD-Leser hier aktuell rund +50% vorne, doch die nachhaltige Neubewertung der Aktie dürfte erst noch anstehen. Palatin ist das aus unserer Sicht derzeit attraktivste „Valueplay“ im Biotechsektor. Als solches stellten wir im letzten Jahr unter anderem auch Albireo Pharma (WKN: A2DF99) und CombiMatrix (WKN: A2AD52) vor, mit denen SD-Follower bislang Kursgewinne zwischen +100% und +300% erzielen konnten.

Interessenkonflikt: Der Autor dieser Publikation hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des hier besprochenen Unternehmens Palatin Technologies und hat die Absicht, diese – auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss und weitere Hinweise gemäß §34b Abs. 1 WpHG in Verb. mit FinAnV (D) unter: sharedeals.de/haftungsausschluss.

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