Barrick Gold und Kirkland Lake: Kaufchancen nach Bodenbildung

von Redaktion  /   15. November 2016, 15:03  /   unter Aktien, Rohstoffe, Top-Stories  /   Keine Kommentare

Barrick Gold (WKN: 870450) ist die am meistgehaltene Goldaktie und besitzt nach der jüngsten Kursschwäche wieder ein hervorragendes Rebound-Potenzial. Dabei wird der Gewinnausblick helfen. Mehr Geld wird in den nächsten Jahren bei den Gold Junior Miners zu holen sein. Die Aktie von Kirkland Lake Gold (WKN: 157217) bietet Übernahmespekulation.

Goldanleger hatten in der zweiten Wochenhälfte nach den US-Wahlen nur eine kurze Freude. Kaum hatte sich die Aufregung im asiatischen Handel gelegt, wobei Gold für zeitweilige Höchstpreise von 1.330 US$ gehandelt wurde, ging es danach in einer kräftigen Abwärtsbewegung schnurstracks und innerhalb von nur drei Handelstagen in Richtung 1.200 US$. Dieser Goldpreisrückgang ging leider nicht spurlos an den Minenaktien vorbei.

Der größte Gold ETF weltweit, der VanEck Vectors-Gold Miners ETF (WKN: A2AHFU), New Yorker Börsensymbol: GDX verlor im weiteren Wochenverlauf mehr als 15% an Wert und baute die Korrektur damit weiter aus. Aktuell werden die Goldminen im Schnitt 1/3 unter ihren Augusthochs notiert. Nahezu 1:1 zog auch Barrick Gold (WKN: 870450) die Linien des Gold-ETFs nach.

Der Goldpreis von 1.200 US$ und ein GDX-Stand von rund 20 US$ stellt unseres Erachtens eine hervorragende Basis dar, von der aus der in diesem Jahr begonnene Haussetrend fortsetzen wird.  Wer mit maximal Hebel von 3 arbeitet, dürfte bis Frühjahr/Sommer 2017 ein interessantes Gewinnpotenzial erschließen, das je nach Risikoneigung zwischen 20% ohne sowie 60% mit Hebel liegt – bezogen auf das Kurspotenzial der bedeutenden Senior-Minen.

Anleger brauchen sich selbst bei seitwärts gerichtetem Goldpreis zurzeit keine großen Sorgen machen. Die Gewinnziele der Minen beruhen auf konservativen Annahmen, die im großen und ganzen auch bei einem 1.200 US$-Goldpreis erfüllbar sind. Der starke US-Dollar hilft zudem den überwiegend im Goldindex vertretenen kanadischen Produzenten sehr.

Deutlich unter 1.200 US$ sollte der Goldpreis jetzt jedoch nicht mehr fallen, sonst hätte dies negative Folgen auf die Gewinnschätzungen der nächsten Quartale.

Der Goldmarktexperte Günther Goldherz rät jetzt zum Einstieg

Jenen Anlegern, welche den wöchentlichen Goldmarkt- und Rohstoffaktien-Chat mit Günther Goldherz, jeweils montags bei sharedeals.de im Live-Chat,  zuletzt verpasst haben, möchten wir heute noch einmal die Kernbotschaft vermitteln.

Wir fragten darum bei unserem internationalen Gold- und Rohstoffexperten Günther Goldherz nach. Dieser hatte schließlich den Trump-Wahlsieg letzte Woche exakt vorhergesehen. Günther Goldherz kommentierte die Lage heute früh, telefonisch um 7:00 Uhr, folgendermaßen:

«Die Umfrageergebnisse der Leserbefragung des Goldherz Reports signalisierten mir schon im Juni, dass die Stimmung beim Gold kurzfristig zu optimistisch war. Wir profitierten selbstverständlich enorm vom diesjährigen Anstieg und realisierten zum Teil Gewinne von bis zu +165% bei Lake Shore Gold bzw. der übernehmenden Tahoe Resources (WKN: A1C0RA). Gleichwohl wurde es mir schon ein wenig mulmig, dass eine Barrick Gold, die im Dezember niemand für 10 CA$ kaufen wollte, plötzlich bei 30 CA$ stand. Beides waren Extremwerte».

Sollten Anleger jetzt eine Barrick Gold verkaufen?

Günther Goldherz: Nein, auf gar keinen Fall. Wir befinden uns jetzt nahe am zyklischen Boden und man sollte jetzt lieber wieder über Käufe nachdenken. Meine persönliche Meinung ist überdies, dass eine Barrick zwischen 20-35 CA$ fair bewertet ist. Längerfristig, wenn man seine Schulden bedient, aber auch neue Minen in Förderung gebracht hat, sehe ich aber durchaus wieder Potenzial dafür, dass der Kurs in Richtung der alten Hochs bei 40-50 CA$ läuft.

Darum sehe ich ab dieser Woche und bei aktuellen Kursen unter 20 CA$ schon eine solide Kaufchance. Denn ich bin sicher, dass Gold mittelfristig nicht signifikant unter die 1.200 US$ Marke fallen wird. Wobei schlimmstenfalls ein Ausrutscher um bis zu 50 US$ unter diese Marke einzuplanen ist.

Erstmals seit Januar sind die Kurse im technisch überverkauften Bereich angekommen. Dies ist ein hervorragendes Fundament für großangelegte Käufe.

Anleger können die meisten Senior-Goldtitel wie zum Beispiel Barrick Gold (WKN: 870450) oder Kinross Gold (WKN: A0DM94) schon wieder zu deutlich günstigeren Kursen erwerben wie im Mai. Kinross nenne ich deswegen, weil dies die meines Erachtens interessantere Alternative zur Barrick Gold ist. Kinross hat kaum langfristige Schulden und besitzt den Vorteil, dass seine wesentlichen Minen in Russland und Kanada sehr günstige Förderkosten erreichen, was vor allem währungsbedingt ist.

Wie sollen sich Investoren konkret verhalten?

Günther Goldherz: Agieren Sie konsequent und nicht übervorsichtig. Es besteht natürlich immer die Gefahr, dass Gold unter 1.200 US$ rutscht und auch bei den Minenaktien kann man den Boden noch nicht auf 5% genau vorherbestimmen, trotzdem bin ich sicher, dass wir uns nun im Rahmen von maximal 10% weiterem Risiko befinden. Darum würde ich jetzt uneingeschränkt zum Kauf von Minenaktien aus dem Gold- und Silberbereich sowie teilweise Kupferwerten raten. Nutzen Sie das großartige Erholungspotenzial. Für nicht gehebelte Positionen in Gold- und Silber sowie physisches Metall, besteht zurzeit ebenfalls eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Kommentar: Zeit für Käufe bei Goldminen, Herr Goldherz?

Ja, selbstverständlich. Gold- und die Minenwerte haben eine notwendige Korrektur erlebt, die ich in dieser Woche für weitgehend abgeschlossen halte. Folgerichtig werde ich im nächsten Goldherz Report nahezu alle meine empfohlenen Werte wieder auf Kaufen hochstufen. Der Goldherz Report ist gratis und für jeden goldinteressierten Anleger praktisch eine Pflichtlektüre. Vor allem, wenn man auch einmal über den Tellerrand des Goldpreises und der bekannten Minenaktien hinausblicken möchte.

Tipp: Gibt es noch kleine „Spezial-Werte“ mit Potenzial?

Natürlich, ich verweise hier gerne auf meine wöchentlichen Ausgaben. Doch es gibt darüber hinaus immer auch eine Reihe weiterer Werte, die ebenfalls nicht uninteressant sind. Zum Beispiel sehe ich bei den Juniors, wie zum Beispiel einer Kirkland Lake Gold (WKN: 157217) ein solides Langfristpotenzial. Dieser Wert besitzt nur knapp 120 Mio. Aktien sowie 160 Mio. US$ an Liquidität. Aktuell beabsichtigt Kirkland Lake die Übernahme des australischen Wettbewerbers Newmarket Gold (WKN: A14WNN). Nahezu zeitgleich haben Gold Fields (WKN: 856777) und Silver Standard Resources (WKN: 858840) ihrerseits eine gemeinsame Offerte für die kombinierte Kirkland Lake vorgelegt.

Diese Offerte wurde vom Kirkland Lake-Management jedoch abgelehnt und wichtige Kernaktionäre dürften ebenfalls an höheren Kursen interessiert sein. Dies bedeutet, dass eine schnelle Übernahme von Kirkland Lake eher unwahrscheinlicher wird. Die Aktie ist jedoch durch diese Entwicklungen sehr gut unterstützt und sollte – im Falle eines Bieterkampfes oder nach dem Zusammenschluss mit Newmarket Gold, in jedem Fall profitieren.

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